Sotiria

 Musik ist die größte Liebe ihres Lebens! Aber erst durch den Verlust eines geliebten Menschen und durch die Freundschaft mit einem sehr erfolgreichen Musiker, findet sie zu sich selbst und zu ihrer ganz persönlichen Art Musik mit Leben zu erfüllen. 

SOTIRIA kommt in den späten 80er Jahren in Berlin als die Tochter einer Deutschen und eines Griechen auf die Welt. Als Sie zwei Jahre ist, trennen sich ihre Eltern. Der Vater wendet sich nach der Trennung von seinem Kind ab, ist unzuverlässig und lässt SOTIRIA immer wieder im Stich. „Es kam oft vor, dass er mich von zu Hause abholen und mit zu sich nehmen sollte. Aber in den meisten Fällen ist er einfach nicht gekommen. Ich habe oft stundenlang auf ihn gewartet und immer wenn es klar war, dass er mal wieder nicht kommt, habe ich bitterlich geweint. Ich habe nie verstanden, warum er mir das antut.“ 

Viel Zeit ihrer Kindheit und Jugend verbringt SOTIRIA bei ihrer Oma Jolanda. Hier findet das Mädchen Ruhe und Geborgenheit. Die Oma wird zum Fixpunkt in RIAs bewegtem Leben. Jolanda kocht für ihre Enkeltochter, bringt ihr Nähen und Backen bei und ist immer für sie da. Vor allem aber weckt Oma Jolanda in dem hübschen Mädchen mit den geheimnisvollen dunklen Augen die Liebe zur Musik. „Egal ob ich traurig war oder glücklich: wann immer es ging, hat meine Oma mit mir gesungen“, erinnert sich RIA heute. Und so war wohl die musikalische Früherziehung durch die Oma der Grund dafür, dass Ria bereits als Kind den Entschluss fasst, Sängerin zu werden. 

Mit 14 Jahren gewinnt sie ein Casting als Sängerin des Titelsongs für einen Kinofilm und fünf Jahre später ist sie die Frontfrau der Berliner Rock-Pop-Band EISBLUME. Die Band veröffentlicht Platten, spielt Konzerte, gewinnt Musikpreise, aber der ganz große Durchbruch blieb aus. 

„Warum trittst du nicht mal beim Silbereisen auf“, fragt Jolanda ihre Enkelin immer wieder? Aber für die damals 22-jährige kommt das nicht in Frage. „Musik machen war für mich die schönste Sache der Welt, aber damals wollte ich vor allem eine coole Sängerin sein – was immer das heißt. Ich habe allerdings schon damals irgendwie gemerkt, dass etwas fehlt. Aber ich war wohl noch zu jung, um wissen zu können, was.“ Jahre später wird einer der ganz großen aus der deutschen Musikszene ihr die Antwort auf diese Frage geben. 

SOTIRIA ist 25 Jahre alt, als ihr Bandprojekt endgültig scheitert. Ihr großer Traum, als Musikerin die Menschen zu berühren, scheint ein jähes Ende gefunden zu haben. Sie glaubt, es sei an der Zeit etwas „Vernünftiges“ zu machen. SOTIRIA wendet sich von der Musik ab, beginnt zu studieren, lebt das normale Leben einer jungen Frau in der Großstadt. Aber der Verlust der Musik trifft sie hart. Sie spürt eine große Einsamkeit und sucht – wie so viele andere auch – nach der Erfüllung in der großen, bedingungslosen Liebe. Sie findet sie nicht. 

2014 stirbt Oma Jolanda plötzlich und unerwartet. Ein Schock für SOTIRIA. Der Fixstern ihres Lebens existiert nicht mehr. Noch am gleichen Abend setzt sie sich hin und beginnt wieder Musik zu machen. Sie schreibt ein Lied für ihre Oma. Dieses Lied über den größten Verlust ihres noch jungen Lebens, wird zum Wendepunkt. 

Jahre später hört Der Graf dieses Lied und ist begeistert von der Intensität dieses Songs. Schon zu Zeiten der Band EISBLUME war der Frontmann von UNHEILIG auf die junge Sängerin mit der bemerkenswerten Stimme aufmerksam geworden. Der überaus erfolgreiche Sänger, Komponist und Produzent ist fasziniert von der charismatischen Sängerin. Kurz zuvor hatte Der Graf seine Band UNHEILIG aufgelöst und sich völlig aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Nun kontaktiert er SOTIRIA und schlägt ihr vor, dass sie sein musikalisches Erbe antreten soll. Für die junge Frau mit der großen Liebe zur Musik ein unfassbares Glück und eine große Ehre. 

SOTIRIA und DER GRAF beginnen mit der gemeinsamen Arbeit an einem Album. DER GRAF komponiert und schreibt die Texte, die jedoch auf den vielen Gesprächen und Geschichten basieren, die SOTIRIA ihm aus ihrem Leben erzählt. Auf diese Weise entsteht ein außergewöhnliches Album von und über eine junge Frau, die stark ist, sich aber nicht mehr scheut, ihre zerbrechliche und nachdenkliche Seite zu zeigen. 

„Die Arbeit mit ihm war großartig, aber das Wichtigste war, dass Der Graf mir endlich eine Antwort auf meine bislang unbeantwortete Frage gegeben hat, was in meinem `ersten Leben` als Musikerin falsch gelaufen ist. Jetzt weiß ich es. Wenn ich mit meiner Musik Menschen wirklich erreichen und ihnen etwas geben will, dann ist es falsch einfach nur `cool` sein zu wollen. Dann muss ich demütig sein und genau hinhören, was die Menschen bewegt. Erst wenn ich das tue und wenn ich bereit bin wirklich etwas von mir preiszugeben, kann ich den Menschen mit meiner Musik etwas zurückgeben.“ 

„Ich gehe überall hin, wo ich Musik machen darf“, hat Der Graf SOTIRIA mit auf den Weg gegeben. Und genau das hat sie jetzt vor. SOTIRIA ist erwachsen geworden und nahbar. Und sie will da sein, wo sie Musik machen kann. Egal wo das ist. Sie will das tun, was ihr wirklich am Herzen liegt: die Menschen mit ihrer Musik und mit ihren Geschichten verzaubern.